Start | Sitemap | RSS | print | Search: 
SOPHIST > Standards > agile Vorgehensmodelle
Vorgehensmodelle

Agile Vorgehensmodelle

Seit der Jahrtausendwende entstanden viele Entwicklungsansätze, die die agilen Prinzipien mehr oder weniger stark in den Mittelpunkt stellen.

Viele der Schöpfer dieser Methoden waren es auch, die sich im Februar 2002 in Utah trafen, um das agile Manifest zu formulieren.

 

The SCRUM project management method
Hier klicken

Das Agile Manifest selbst finden Sie hier. Basierend auf dem Manifest enstanden viele Methodenansätze, wobei nur die folgenden häufiger im industriellen Einsatz zu finden sind:

> Crystal ist eher eine Entwicklungsphilosophie, die die Maximen der Agilität extensiv anhand vieler praktischer Aspekte diskutiert;

> SCRUM und ARTE sind zwei Beispiele für ganz konkrete Aufgabenstellungen: für das Projektmanagement und für technische Systeme;

> eXtreme Programming, die "kleinste" Methode, die durch ihre extreme Konzentration auf das Endprodukt, den Source Code, von manchen als zu puristisch eingestuft wird.

 

ARTE - eine agile Vorgehensweise für technische Systeme

Real-Time Embedded Systeme (RTE - Systeme) besitzen einige besondere Eigenschaften, die deren Entwicklungsprozess erheblich beeinflussen. Das Agile RTE-Vorgehen von Hruschka/Rupp namens ARTE setzt mit seinen Best Practices den Fokus darauf, gerade diese Problemschwerpunkte gezielt zu entschärfen.

Die wichtigsten Eigenschaften von RTE-Systemen, die eine signifikante Auswirkung auf den Entwicklungsprozess haben, sind:

  • Einbettung in die Umgebung

  • Verteilung

  • Zeitanforderunge

  • Parallele Prozesse


Aber nicht jedes RTE-System besitzt alle diese Eigenschaften. Der Ansatz ARTE empfiehlt Ihnen daher, zunächst Ihr System hinsichtlich seiner Charakteristika zu erforschen. Wenn Sie wissen, welche dieser Eigenschaften auf Ihr System zutreffen, sind Sie in der Lage, ein agiles Vorgehen anzuwenden, welches genau auf Ihr System zugeschnitten ist.

Mehr Informationen über ARTE finden Sie im Downloadbereich.

SCRUM

SCRUM ist ein Begriff aus der Rugby-Welt: Ein SCRUM ist der Teil des Spiels, in dem die Mannschaften eng auf einem Haufen zusammenstehen und nach dem Einwurf des Balles diesen zu gewinnen versuchen. Ken Schwaber, Jeff Sutherland und Mike Beedle haben diesen Begriff für eine agile Managementmethode verwendet. SCRUM ist ein Satz von Regeln oder Mustern, mit denen komplexe Projekte eher im Griff zu halten sind als mit den herkömmlichen Planungs- und Überwachungsmethoden. Scrum ist keine komplette Entwicklungsmethode im herkömmlichen Sinn.

Was es zu beachten gilt:

  • Dank der Einfachheit des Ansatzes und der klar definierten Regeln sind die Grundlagen von SCRUM den Beteiligten innerhalb kurzer Zeit verständlich.

  • Durch die in Scrum vorgesehene Verantwortungsverteilung auf jeden einzelnen kann die Produktivität schnell gesteigert werden.

  • Allerdings kann ein Missbrauch der Verantwortungen auch schnell zum Scheitern führen.


Ausführliche Informationen zum Thema SCRUM finden Sie unter: http://www.scrumalliance.org/

eXtreme Programming (XP)

Die Ideen zu eXtreme Programming (XP) stammen aus der Feder von Ward Cunningham und Kent Beck, einem Branchenguru für objektorientierte Systementwicklung. XP besteht aus einer Reihe einfacher, aber eng zusammenhängender Praktiken, die auf hohe Produktqualität, frühzeitiges Feedback, effizienten Wissenstransfer im Team sowie Flexibilität und Änderbarkeit der erstellten Systeme ausgerichtet sind.

Auch wenn die Bezeichnung "eXtreme Programming" vielleicht den Beigeschmack von Anarchie und wildem Hackertum bewirkt - in Wirklichkeit gehört XP zu den sehr strengen und disziplinierten Entwicklungsprozessen, die genaue Vorgaben über einzelne Planungs- und Entwicklungsaktivitäten machen.

Was es zu beachten gilt:

  • XP als Methode eignet sich für kleinere bis mittlere Teams, unserer Erfahrung nach bis zu 15 Personen.

  • Für wesentlich größere Entwicklungsprojekte liegen bisher nur wenig praktische Erfahrungen mit XP vor.

  • In größeren Teams können einzelne Praktiken von XP durchaus erfolgreich eingesetzt werden.


Mehr zum Thema XP finden Sie beispielsweise unter: http://www.xprogramming.com/